Home » Sehenswürdigkeiten » Bauwerke und Plätze » Der Gendarmenmarkt im Herzen Berlins

Berlinbesucher werden bei dem Anblick dieses städtebaulichen Ensembles wahrscheinlich sofort nachvollziehen können, dass es sich beim Gendarmenmarkt um einen der schönsten Plätze Berlins handelt. Das Konzerthaus im Zentrum des Platzes wird vom Deutschen und Französischen Dom flankiert und diese drei Gebäude beherrschen den Platz. Bereits 1688 wurde der Gendarmenmarkt angelegt, doch führte er zu dieser Zeit den Namen Esplanade. Der Hintergrund war, dass sich in dieser Epoche viele französische Hugenotten hier ansiedelten und eine Art französisches Viertel entstand.

Der von Johann Arnold Nering gestaltete Platz führte im späteren die Namen Lindenmarkt, Friedrichstädter und Neuer Markt, bevor er 1799 schließlich seinen heutigen Namen erhielt, weil hier das Gendarmenregiment „Gens d´armes“ untergebracht war. Das im Zentrum befindliche Konzerthaus ist ein Bau von Karl Friedrich Schinkel. Das auf den Fundamenten des niedergebrannten Nationaltheaters in den Jahren 1817 bis 1821 errichtete Gebäude erhielt in den Jahren 1903 und 1904 einen neobarocken Zuschauersaal. Vor dem Konzerthaus finden jedes Jahr mehrere Open-Air-Konzerte mit internationalen und nationalen Künstlern der Spitzenklasse statt.

Rechts und links des Konzerthauses beeindrucken der Deutsche und Französische Dom, die bereits 1705 als schlichte Kirchen erbaut wurden. Carl von Gontard – ein Berliner Architekt – plante die Turmbauten für die beiden Kirchen, welche 1780 bis 1785 umgesetzt wurden. Aufgrund dieser Kuppeln werden die Kirchen als Dome bezeichnet, obwohl sie gar keine sind. Der Gendarmenmarkt bietet in seiner Nachbarschaft viele Restaurants, Cafés und Hotels und auch die berühmte Newton-Bar ist hier zu finden. Ebenso liegt das Hotel Hilton direkt an diesem herrlichen Platz.