Das 1870 als Halberstädter Platz angelegte Areal erhielt bereits im Jahre 1888 seinen heutigen Namen und entwickelte sich in den goldenen zwanziger Jahren zu einem kulturellen Zentrum im Westteil der Stadt. Rund um den Prager Platz in den Bezirken Wilmersdorf und Schöneberg lebten der Physiker Albert Einstein, der weltweit bekannte Schriftsteller Egon Erwin Kisch und der Autor des berühmten Kinderbuches „Emil und die Detektive“ Erich Kästner. Auch Hildegard Knef, die lange Zeit im Ausland wohnte und mit ihrem Lied „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ immer wieder an ihre geliebte Heimatstadt erinnerte, lebte in unmittelbarer Nähe.

Der Prager Platz gilt als beliebter Treffpunkt der Berliner. Geprägt wird er durch seinen großen Springbrunnen und die Grünanlagen. Im Jahre 1986 wurde der Platz in Anlehnung an seine historische Struktur neu gestaltet und im Jahre 2002 durch den Bau der „Prager Passage“ mit einer Einkaufspassage komplettiert.