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Heute befindet sich das bekannte Berliner Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds wieder an seinem traditionellen Standort in der Prachtstraße Unter den Linden in der Nähe des Brandenburger Tors. Nach dem Zweiten Weltkrieg und während der Teilung der Stadt war es in einem Gebäude am Westberliner Kurfürstendamm beheimatet. An insgesamt zwölf Standorten wie etwa in London, Amsterdam oder New York zeigt Madame Tussauds internationale und regionale historische Persönlichkeiten. Die Besucher begegnen Stars, Sternchen, politischen Köpfen und Legenden des Sports, die ihren Originalen zum Verwechseln ähnlich sehen.

Marie Tussaud erlernte ihr Handwerk seit 1770 bei ihrem Onkel in Paris. Nachdem sie für das französische Königshaus gearbeitet hatte, musste sie während der Französischen Revolution Totenmasken Guillotinierter für das Museum der Revolution anfertigen. Marie Tussaud erbte die Wachsfigurensammlung ihres Onkels und siedelte 1802 nach England über, wo sie die Sammlung in Wanderausstellungen zeigte. Erst 1835 wurde sie in London mit einer Dauerausstellung ansässig und 1884 bezog Madame Tussauds ihren endgültigen Standort in der Marylebone Road.

Das Berliner Wachsfigurenkabinett lädt seine Besucher zu einer Rede an die Nation mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel oder einem IQ Test mit Albert Einstein ein. Interessant ist es, hinter die Kulissen zu schauen, denn hier wird deutlich, wie viel Arbeit in einer einzigen Wachsfigur steckt.